Siehe auch unsere downloadbare Presseerklärung

Wovor wollen wir das Internet retten?

  • Vor Anwälten, die das rechtliche Mittel der Abmahnung als lukrative Einnahmequelle missbrauchen (500 bis mehrere Tausend Euro für 1 Brief) und mit absurd überzogenen Streitwerten wahllos per Suchmaschine herausgepickte Webmaster wegen Bagatellen finanziell abzocken, im Falle von Ich-AGs, Studenten etc. sogar ruinieren.
     
  • Vor Gesetzen (Urheberrecht, Linkhaftung etc.), die die Realität im Internet beharrlich ignorieren und mit schwammigen Formulierungen extreme Rechtsunsicherheit schaffen. Dadurch wird das Internet dem Kräftespiel der Anwälte und Konzerne überlassen, die mit schwindelerregenden Streitwerten jeden Rechtsweg für Privatpersonen praktisch ausschließen (unfinanzierbar machen).
     
  • Vor Politikern, die keine Politik mehr für die Bürger machen, sondern einseitig und ausschließlich die Interessen von Verbänden und Lobbies vertreten. Mit zudem eher negativen Auswirkungen für die Wirtschaft, denn klein- und mittelständische Unternehmen werden dabei genauso getroffen/übervorteilt wie Otto Normalverbraucher.
     
  • Vor Konzernen, die sich mit ihrer Finanzmacht ein Rechtemonopol (Urheber-, Namens-, Marken- und Patentrecht) schaffen, das alle anderen Internetteilnehmer praktisch "bewegungsunfähig" macht und jedes nichtkommerzielle Angebot mittelfristig unmöglich machen wird.
     
  • Vor Herstellern von Hard- und Software, die unter dem Deckmantel höherer Sicherheit ihre eigenen Produkte zum gesetzlich vorgeschriebenen, per Computerchip überwachten Standard erheben wollen, und damit ganz nebenbei das Verhalten jedes Computerbesitzers überwachen und auspionieren können. (siehe TCPA).
     
  • Vor Providern und Suchdiensten, die durch das heimliche Filtern von Schlüsselwörtern angeblich gefährliche Inhalte im Netz für die Bevölkerung ganzer Länder unzugänglich machen, dafür aber gut zahlenden kommerziellen Projekten Toppositionen einräumen.
     
  • Vor selbst ernannten Internet-Sheriffs und Saubermännern, denen jede Form von freier Meinungsäusserung, freiem Informationsaustausch und freier Entfaltung im Web ein Dorn im Auge ist (Zensur).
 

Haben sich also auf "Rettet das Internet" ein paar anarchistische Hacker zusammengeschlossen, die mal wieder den Aufstand gegen Recht und Autorität proben?

Nun, wir sind ganz normale Webmaster mit teils informativen, teils unterhaltsamen Websites und Online-Projekten. Und wir wollen ganz bestimmt keinen "rechtsfreien" Raum im Internet, wie von Befürwortern der derzeitigen Regelungen immer wieder behauptet wird, im Gegenteil!

Wir fordern:

  • Rechtssicherheit, gerade für private Webmaster und Surfer.
  • Rechte und Regeln, die die Interessen ALLER Webteilnehmer berücksichtigen, nicht nur die Geschäftsinteressen einiger Konzerne und Lobbies.
  • das Überarbeiten von Gesetzen, deren Unrechts- und Missbrauchspotential seit Jahren bekannt und in wissenschaftlichen Arbeiten erörtert wurde, die aber nach wie vor bestehen, zB. die Abmahnungsregelung.

In keinem anderen Land der Welt gibt es eine so absurde Überregulierung und Vorschriftenfülle für das Internet, wie wir sie in Deutschland haben. Nirgendwo sonst gibt es vergleichbar absurde Abmahnungsregelungen. Wir fordern Anpassung an internationale Standards, und wie gesagt: Vor allem Rechtssicherheit!

Wir wollen auch keine Abschaffung geistigen Eigentums, sondern nur eine gewisse "Bewegungsfreiheit" für die große Mehrheit der nicht organisierten Kreativen, sowie für die Vielzahl der nichtkommerziellen, privaten Nutzer. Es darf keine Rechte-, Ideen- und womöglich sogar Sprachnutzungs-Monopole geben, und leider zielt die derzeitige Tendenz dahin: Immer mehr Urheber-, Marken- und Patentrechte konzentrieren sich in den Händen von immer weniger "Global-Players", und werden darüber hinaus zunehmend rigoroser und enger ausgelegt.

Wir distanzieren uns ausdrücklich von:

  • 0190-Abzockern, Spammern und sonstigen Betrügern,
  • Rechtsradikalen, Kinderschändern und weiteren Verbrechern,
kurz: jedem, der das Internet für persönliche, kriminelle Interessen missbraucht.

Lasst uns gemeinsam verhindern, dass das Internet zu einem riesigen Supermarkt weniger monopolistischer Anbieter wird, die gnadenlos jedes kleinere oder nichtkommerzielle Projekt, jede freie Information oder Meinungsäußerung, jeden "nicht organisierten" Kreativen oder Programmierer, herausklagen und in den Ruin treiben.

 
 
Was könnt Ihr tun?
 
 

Links:

 
Ein unabhängiger Kommentar, der das Thema unserer Site verblüffend genau zusammenfasst, findet sich bei M-E-X (Site für Unternehmer und Existenzgründer): Gedanken zum neuen Urheberrecht.
 
Abmahner und Absahner, Anwälte packen aus: Heise-Artikel.
[Zitat: "Das Internet ist eine Geldmaschine für Juristen!"]
 
 
 
 
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