Suchmaschinen und Kataloge

Wer sucht, der findet. Aber findet er das was er sucht? Schon seit geraumer Zeit wollte ich eine schwarze Liste mit kommerziell korrumpierten Suchmaschinen und Katalogen veröffentlichen. Aber die Realität hat mich längst überholt. Ich glaube, man kann inzwischen guten Gewissens sagen, dass es nur noch eine Suchmaschine gibt, deren Ergebnisse nicht signifikant durch kommerzielle Interessen beeinflußt sind:  Google.

Die Hauptdatenquelle von Google, und ebenfalls einer der letzten nicht korrumpierten Kataloge, ist das in Deutschland weniger bekannte Dmoz.

 

Welche Formen von kommerzieller Korrumpierung gibt es:

  1. Bezahlung für die Aufnahme von Sites ins Listing/Datenbestand.
     
  2. Bezahlung für Toplisting bei bestimmten Suchworten
     
    Ein bestimmtes Suchwort kann ersteigert werden. Wer am meisten bietet, bekommt Position 1, der nächste Position 2 usw.
     
  3. Mischformen: bezahlte Positionen und echte Suchergebnisse werden gemischt.
     
    Bei Google sind die bezahlten Positionen gekennzeichnet, was man noch als legitime Werbung durchgehen lassen mag. Bei vielen anderen aber ist die Mischung undurchschaubar.
     
  4. Der Datenbestand setzt sich darüber hinaus zunehmend aus kommerziellen Katalogen und Listings zusammen, und unterwandert dadurch klammheimlich auch die scheinbar objektiven Suchergebnisse.

Zusammenfassung:
Während man das Erheben von Gebühren für die Aufnahme einer Site noch als "Bearbeitungsgebühr" sehen mag, die zwar die Qualität und Objektivität der Datenbestände beeinträchtigt, nicht aber grundsätzlich in Frage stellt, so sind bezahlte Listings/Ranking-Positionen (das Site-Betreiber also dafür bezahlen, bei den Suchergebnissen an vorderster Stelle aufgeführt zu werden) eine gravierende Manipulation der Suchergebnisse, um nicht zu sagen Betrug!
    Einige Suchmaschinen (z.B. Overture) listen ganz offiziell ausschließlich Sites, die für ihre Position gezahlt haben. Andere, und das ist das gravierendere Problem, gehen mehr oder weniger heimlich dazu über, ihre Suchergebnisse (gegen Bezahlung) mit denen von Ouverture (oder anderen rein kommerziellen Datenbeständen) zu mischen. Weitere Informationen dazu findet Ihr bei den Sites selber:

Lycos-Hotbot, Altavista-Listings, Positiontech, Inktomi, Google-Adwords, Goto.com.

 
 
Was könnt Ihr tun?
 

Links (Artikel zum Thema):

 
http://www.intern.de/news/1201.html
 
http://www.intern.de/news/1134.html
 
http://searchenginewatch.com/ses

Ergänzender Artikel zur Keyword-Zensur:

 
http://www.pctip.ch/topthema/tt/21694.asp
 
 
 
 
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