Was ist ein Robo Advisor? Der Test & Vergleich aus Deutschland

Nach einem schwachen Start kennt der DAX und viele weitere weltweiten Indizes dieses Jahr nur eine Richtung – nach oben! Mehr als verständlich daher der Wunsch vieler Sparer in Deutschland an diesen Kursgewinnen zu partizipieren. Dies gilt umso mehr in unseren heutigen Zeiten, in denen die Politik der Notenbanken kaum ein Anlageinstrument attraktiv erscheinen lassen und das Geld auf Tagesgeldkonten dahinschmilzt. Dieser Artikel soll daher darlegen, wie man mit Hilfe von Robo Advisoren Geld investiert und wo hier die Vorteile liegen.

Was versteht man unter einem Robo Advisor?

Robo Advisor klingt erst einmal futuristisch und weckt Film Assoziationen. Letztendlich handelt es sich dabei um speziell entwickelte Algorithmen, denen bestimmte Regeln für den Einkauf und Kauf von verschiedenen Finanzprodukten und Assetklassen im Vorfeld vorgegeben wurden. Der Algorithmus wird hierbei stets verfeinert und verbessert. Gehandelt werden meistens ETF (Exchange Traded Funds), da diese eine hohe Liquidität aufweisen, kostengünstig zu erwerben sind und man mit diesen eine breite Diversifikation herbeiführen kann.
Da jedoch nicht eine Armada an hochqualifizierten und damit teuren Fondsmanagern die Anlageentscheidungen trifft, können Robo Advisor die Management Gebühren teilweise drastisch senken. Jeder Cent der dort gespart wird, fließt als Rendite in den eigenen Geldbeutel und macht das Investment damit umso attraktiver.

Die Gebühren liegen in etwa bei einem Prozent p.A. und damit deutlich unter den Angeboten verschiedener Fonds. Je nach Investmentgröße können auf diese Art mehrere tausend Euro im Jahr nur an Gebühren gespart werden.
Zunächst wird bei einer Anmeldung ein persönliches Risikoprofil des Kunden abgeklopft und dieses dann in den Algorithmus übertragen.

Dieser trifft dann je nach Risikoprofil verschiedene Anlageentscheidungen, welche verschiedene Risikobereitschaften befriedigen. Verluste werden durch konträre Investments teilweise abgesichert. Entsprechend gefächert sind auch die Renditechancen, da eine Sicherheit meist mit verringerten Renditen eingekauft wird.

Was ist nun der Vorteil dieser Anlageform?

Diese Anlageform spart aufgrund der geringeren Kostenstruktur zunächst erst einmal bares Geld in Form von Management Gebühren und erhöht dadurch die Rendite. Dennoch kann ebenso ein eigenes Risikoprofil geschärft und auch verfolgt werden.
Der große Vorteil liegt jedoch in dem Ausschalten der menschlichen Komponente. Erst vor einigen Wochen hat der bedeutende Ökonom den Nobelpreis der Ökonomie für seine Forschung im Bereich „Behavioral Finance and Economics“ gewonnen.
Seine Erkenntnisse zeigen, dass die Lehren, welche von dem rationalen und informierten Marktteilnehmer ausgehen bestenfalls als theoretisches Konstrukt taugen.

Vielmehr ist es so, dass sich der durchschnittliche Anleger von dem Herdentrieb an der Börse anstecken lässt. Verschiedene Fehler im menschlichen Gehirn führen dazu, dass Anlageentscheidungen getroffen werden, welche einfach objektiv falsch sind und eine Menge Geld kosten. Wer jetzt denkt, dass betrifft nur den uninformierten Kleinsparer und nicht jedoch den Fondsmanager mit Harvard Diplom – weit gefehlt. Auch diesen Managern gelingt es nur seltenst den Vergleichsindix zu schlagen und wenn sie es schaffen, dann nicht über einen langen Zeitraum.

Robo Advisor hingegen treffen ihre Entscheidungen nach Parametern, welche nicht im Eifer des Gefechts bei überkochenden Emotionen getroffen werden, sondern in einer vorab festgelegten Simulation nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft. Nicht umsonst wurde einer der großen Player auf dem Markt – Scalable Capital – von einem Professor der LMU München mitgegründet.

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