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Zurück zum Index || Newsletter 20-03-2005
Themen dieser Ausgabe:
Liebe Webmaster und Surfer, zuallererst möchten wir die zahlreichen Neueinträge in unserer Liste begrüßen, von denen wir einen nicht unerheblichen Teil wohl dem Bericht im TV-Magazin Planetopia zu verdanken haben. Das ist aber auch das einzig Positive an diesem Beitrag gewesen:
Planetopia - Ende der freien Presse?
Die Planetopia-Redaktion hatte uns um Unterstützung bei den Recherchen zu einem Beitrag über Abmahnungen gebeten. Soweit, so schön. Die Personen, mit denen wir Kontakt hatten (das zur Ehrenrettung der Journalistenzunft) schienen auch ehrlich interessiert und betroffen, was die Vorgänge in deutschen Landen angeht. Ganz anders dann aber der Beitrag, der letztlich ausgestrahlt wurde. Die Abmahnungsproblematik wurde gezielt verharmlost, und zu allem Überfluss bekam der deutsche Abmahnungs-Oberabzocker Waldorf auch noch die Gelegenheit, sich in einem Interview, unwidersprochen, als Kämpfer für Recht und Ordnung in Deutschland darzustellen. Von seinen Opfern kam niemand zu Wort. Ganz nebenbei möchten wir erwähnen, daß "Rettet-das-Internet", was PageRank und Besucherzahlen angeht, mittlerweile als die erfolgreichste Protest-Aktion Deutschlands bezeichnet werden kann. Aber wir stehen noch ganz am Anfang, wenn es darum geht, ein Gegengewicht zu den Lobbies der Kontent-Industrie zu bilden. Dafür brauchen wir Eure Unterstützung!!! Mehrfachabmahnungen als Mittel der Gewinnmaximierung!
Die deutschen Anwälte scheinen sich in ihrer unermesslichen Gier ganz gezielt an die Schmerzgrenze eines Rechtsstaates herantasten zu wollen, und fast wäre es wünschenswert, daß diese maßlose Gier die schlafende Politikerzunft endlich zum aufwachen brächte, gäbe es da nicht die zahlreichen persönlich betroffenen Opfer. Eine erste Möglichkeit, die pro Abmahnungs-Serienbrief erhobenen Gebühren zu verdoppeln, lieferte schon die neue Anwaltsgebührenordnung (merkwürdig, die Realeinkommen des Durchschnittsbürgers sinken, aber Anwälte, Politiker und Topmanager bekommen Jahr für Jahr mehr). Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Kniffe, die Gebühren möglichst hoch anzusetzen, das nach wie vor einfachste aber ist, einen absurd hohen Streitwert anzugeben. Je nach Gerichtsstandort (München) sind da auch schon mal 100.000 Euro, selbst für totale Lapalien möglich. Ein ganz neuer Trick aber ist, Abmahnungen nicht mehr im Namen eines Verbandes zu verschicken, sondern ganz gezielt von jedem einzelnen "Geschädigten" ein Mandat einzuholen. Würde Waldorf dieses Prinzip verwenden, so könnte er (mit gleichem Arbeitsaufwand, vom Kopieren der Briefe abgesehen) gut und gerne die 10fache Menge Abmahnungen versenden, jeder Betroffene bekommt dann, statt einer Abmahnung von der IFPI (Phonolobby), gleich 10 Abmahnungen gleichzeitig, von den einzelnen Mitgliedern/Verlagen. Mit jeweils 4000 Euro Gebühren. So geschehen bei Abmahnungen wegen der "unauthorisierten Wiedergabe von Songtexten". So macht abmahnen gleich noch viel mehr Spaß! Hier wieder unser Button:
Dr. Reinhard Freund [reinhard (at) rettet-das-internet.de]
Peter Kerl [peter (at) rettet-das-internet.de]
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Aktion: Rettet das
Internet
http://www.rettet-das-internet.de/ Button-Netzwerk für ein freies Internet.
Aktion für das Recht auf freien Informations- und Datenaustausch. Gegen Abmahnungsmissbrauch, Linkhaftung und andere Absurditäten der deutschen Rechtsprechung!
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