27.06.2008 - Uefa meldet Rechtemonopol an

In Zeiten ständig mächtiger und umfassender werdender Rechte-Monopolisten meldet jetzt auch die Uefa ihre allumfassenden Rechte an den Europameisterschaften im Fußball an. So weit so gut. Natürlich stehen dem Veranstalter die diversen Möglichkeiten der Vermarktung zu. Allein, damit begnügt man sich nicht. Man erhebt vielmehr Anspruch auf jegliches Bild und Filmmaterial, das im Zusammenhang mit den Meisterschaften entsteht und entstanden ist. Insbesondere die Internetveröffentlichungen privater (Handy-)Fotos und Clips, zB. auf Portalen wie YouTube und Flickr, sind den Monopolisten ein Dorn im Auge.
    YouTube seinerseits reagierte gelassen auf dieses Ansinnen, und erklärte sich bereit, jedes beanstandete Video zu löschen. Sollen sie doch suchen und beanstanden, die Möchtegern-Monopolisten. Ist halt von Vorteil, wenn man nicht in Deutschland, sondern in einem Rechtstaat wohnt/ansässig ist, wo nicht jeder dahergelaufene Anwalt mit hanebüchenen Abmahnungen abzocken und kleine Unternehmer vom Markt wischen kann.
 
Wie schon in der Musikindustrie, die bis heute nicht kapiert hat, wie das Internet funktioniert und wieviel Geld man damit machen könnte, wenn man nur nicht so grenzenlos unfähig und rückständig wäre, so scheinen auch in der Uefa nur Betonköpfe zu sitzen, die nicht kapieren, dass da Gratiswerbung im großen Stil für sie gemacht wird. Aber wie sagte schon Friedrich Schiller so treffend: "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens."
 
 
weitere Meldungen:
 
Computer sind gefährliche Gegenstände
 
ACTA - Musiklobby bläst zum finalen Angriff
 
 
 
 
 
Quelltext-optimiertes Webdesign:
Suchmaschinenfreundlich und schnell!
powered by pete