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27.12.2007 - Urheberrecht für Pyramiden?!
Wie man der aktuellen Tagespresse entnehmen konnte, plant Ägypten, für Pyramiden und andere Monumente seiner Geschichte, eine Art Urheberrecht geltend zu machen. Die Nutzungsrechte für Darstellungen solcher Kulturdenkmäler sollen zukünftig mit Abgaben an den ägyptischen Staat verbunden sein.
Dieser geniale Grundgedanke ist natürlich ausbaufähig. Büsten und Gemälde von Cäsar über Beethoven bis Napoleon, die Musik von Bach und Mozart sowieso, Kathedralen, Eiffel- und schiefe Türme, Freiheitsstatuen und nicht zuletzt auch regionale Naturgebilde, all das könnten sich die Nationen doch zukünftig gegenseitig in Rechnung stellen. Und mit Sicherheit finden sich sofort ein paar kulturengagierte Anwälte, die sich bei Gegenstandswerten von ein paar Millionen (womöglich Milliarden) und sich daraus ergebenden Vertretungsgebühren von Zigtausenden (pro Brief oder Telefongespräch) uneigennützig für die Wahrung von Recht und geistig-kulturellem Eigentum stark machen. In Folge würde zum Beispiel auch der Verkauf von unauthorisierten Büchern (sei es bei Ebay oder Booklooker), die Themen vom Neandertaler (deutsches Kultureigentum) bis hin zu moderner Architektur behandeln, per Abmahnung geahndet und unterbunden werden können. Schöne neue Welt, so voller Recht und Gerechtigkeit!
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