02.07.2008 - Mit Picidae gegen Zensur

Wenn Internet-Provider oder staatliche Stellen (z.B. in China) alle Texte im Internet nach "unerwünschten" oder "verdächtigen" Schlüsselwörtern durchsuchen, dann lässt man sich die ausgefilterten Inhalte eben in Form unverfänglicher Bilder schicken. Genau das tun die Picidae-Server: Sie wandeln jede angeforderte Internetseite in ein digitales Bild um, so dass der enthaltene Text für automatische Schnüffler praktisch nicht mehr auswertbar ist. Die auf diese Weise erstellten Seiten sind trotzdem noch überraschend gut bedienbar. Das Anklicken von Links ist noch immer problemlos möglich und sogar die Eingabeformulare der meisten Suchmaschinen funktionieren. Auf JavaScripts, Animationen oder Multimedia-Inhalte muss man natürlich verzichten, aber schon nach kurzer Gewöhnung surft man fast wie im "normalen" Internet. Für die Bevölkerung totalitärer Staaten jedenfalls dürfte Picidae zu einer ergiebigen Quelle für bisher unzugängliche Informationen werden.
 
Falls die Entwicklung wie bisher voran schreitet, werden solche Dienste aber auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnen, quasi zum Mittel der Selbstverteidigung gegen staatliche Übergriffe werden, weshalb wir zukünftig vermehrt über diese Themen und Möglichkeiten berichten werden!
 
Quelle: Picidae.net
 
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