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03.04.2008 - Nachschlag zum April-Scherz
Viele Zuschriften gab es zur vorangegangenen (unten folgenden) Meldung. Die meisten hatten sie - nach einigen Zeilen - als Aprilscherz erkannt. Umso mehr sollten einen die Reaktionen darauf nachdenklich machen. Sie waren überwiegend von der Art "schade eigentlich". Und selbst gewiefte alte Politik-Hasen brauchten doch einige Zeilen, um den völlig frei erfundenen Schwindel zu durchschauen. Vielleicht, weil durchaus Wahrheit in diesen Zeilen steckte? Heute ging eine (diesmal echte) Meldung durch die Presse, die in die gleiche Kerbe schlägt: Lobbyisten arbeiten gratis für die Regierung (Leiharbeiter?) und wirken auch an der Entstehung von Gesetzen mit. Dass die jüngere Gesetzgebung nahezu ausschließlich die Geschäfts- und Verdienstinteressen von Lobbyverbänden bedient, ist längst kein Geheimnis mehr. Aber dass das Ganze so völlig offen und unverhohlen geschieht, und Unternehmen und Lobbys sich dort gleich - durch eingeschleuste Mitarbeiter - ihre eigenen Gesetzeswünsche er- und einarbeiten lassen, kann einen nur noch fassungslos machen. Fassen wir mal zusammen: Politiker geben Unsummen von (unseren) Steuergeldern für Berater aus (unter anderem auch PR- und Image-Berater), fungieren ihrerseits wiederum - quasi im Nebenjob - als hochbezahlte "Berater" für Firmen und Unternehmen, und zwar diesmal in die eigene Tasche, und beschäftigen dann wiederum Wirtschaftslobbyisten als "Gratisarbeiter" im Regierungsgeschäft, weil für solchen schlecht bezahlten und unwichtigen Pippifax haben sie nun wirklich keine Zeit ...
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