29.12.2008 - Internetzensur jetzt auch im Westen?

Nicht nur antidemokratische Systeme im Osten wollen dem freien Internet an den Kragen, auch im Westen rumort es zunehmend. Speziell die angelsächsischen Länder haben mehr oder weniger konkrete Pläne, das komplette Netz zu filtern. Die britische Regierung sucht jetzt zB. die Zusammenarbeit mit Barack Obama, um eine Altersfreigabe für Internetseiten zu etablieren. Was zunächst ganz vernünftig klingt, vor allem für Leute, die keine Ahnung vom Internet haben (zB. Politiker), entpuppt sich auf den zweiten Blick als ein Eingriff in das freie Internet, der dessen Existenz in der bisher bekannten Weise vollständig in Frage stellt.
 
Natürlich erscheint es wünschenswert, zu verhindern, dass sich Jugendliche Pornographie oder Killerspiele herunterladen können. Und natürlich ist es sinnvoll, Seiten mit Kinderpornographie oder Gewalt und Rechtsradikalismus kurzerhand sperren zu können. Aber um welchen Preis? Soll jede Seite, bevor sie hochgeladen wird, erst von einem Gremium geprüft werden? Oder sollen Seitenbetreiber einen "Führerschein" machen, der ihnen bei Missbrauch entzogen wird? Soll die Möglichkeit, anonymer Kontaktaufnahme und anonymen Austauschs vollständig verboten werden? Sollen maschinelle Filter nach "verbotenen" Keywords stöbern und jeden, der sie - aus welchen Gründen auch immer - verwendet, kurzerhand vom Netz kappen?
 
Jetzt mag man sich damit trösten, dass alle diese Pläne kompletter Blödsinn sind. Aber leider wäre es nicht das erste Mal, dass Politiker kompletten Blödsinn durchsetzen und verbrannte Erde hinterlassen ...
 
 
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