22.09.2009 - Reaktionen auf unsere Rundmail zur Wahl

Wie zu erwarten hat unsere Rundmail zu den Bundestagswahlen enormes Echo ausgelöst, wurde in diversen Blogs weiterverbreitet und ließ auch die Besucherzahlen unserer Seite in die Höhe schnellen. Neben den überwiegend positiven Reaktionen gab es aber auch einige Kritik, hauptsächlich Beschwerden darüber, dass bestimmte Parteien genannt oder eben NICHT genannt wurden.
 
Hier wollen wir deshalb noch mal das grundlegende Dilemma bei den diesjährigen Wahlen beschreiben: Auf der einen Seite wächst die Zahl der unzufriedenen und ratlosen Wahlberechtigten immer weiter, auf der anderen Seite gibt es aber praktisch nur die Wahl zwischen zwei sehr ähnlichen Alternativen, nämlich Schwarz-Gelb oder Schwarz-Rot. Quasi eine Wahl ohne Wahlmöglichkeit. Gleichzeitig versuchen die Volksparteien, alle Parteien, die von ihrer eigenen Auffassung abweichen, als "unwählbar" oder gar "gefährlich" zu verteufeln. Ein zutiefst undemokratischer und erschreckender Vorgang: "Wer anders denkt als wir ist dumm und gefährlich!?"
    Die Folge ist, dass eine ständig wachsende Menge von Menschen auf das Wahlrecht verzichtet. Wozu auch, wenn man nur zwischen zwei Alternativen wählen kann, die gar keine sind. Die darüber hinaus - erfahrungsgemäß - völlig unbeeindruckt von ihren Wahlversprechen, eigener Parteibasis und nicht zuletzt den Sorgen der Bürger agieren werden.
 
Genau da setzt unsere Rundmail an: Sie will den Unentschlossenen und Nichtwählern zeigen, wie sie doch noch politischen Einfluss nehmen können und zumindest ihren Unmut zum Ausdruck bringen können.
    Diejenigen aber, die sich bereits ihre Meinung gebildet haben oder gar Mitglieder bestimmter Parteien sind, sollte das nicht tangieren. Es geht nur darum, die "Ausgeschlossenen", denen man keine Alternative bietet und um deren Wünsche man sich nicht schert, wieder "ins Boot zu holen". Erst da fängt Demokratie überhaupt an!
 
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