Verbraucherschutz-Kampagne gegen das neue Urheberrecht

MP3-Download - die Zukunft der Tauschbörsen

Achtung, siehe auch unsere News.

 

Was ist passiert?
Unter dem massiven und einseitigen Druck der Musik-Industrie und weiterer Rechtinhaber wurde das Urheberrecht erheblich verschärft. Mit der Folge, daß Millionen Surfer im Lande kriminalisiert werden und das (eigentlich selbstverständliche) Recht auf Privatkopie vollständig ausgehöhlt wurde.

Wie ist die neue Rechtslage?
Die Sache ist kompliziert, und das ist wohl auch beabsichtigt, wobei die gezielt ausgestreuten Fehlinformationen und Drohungen der Musikindustrie die Sachlage noch weiter verwirren. Eigentlich hat der Download von MP3-Files überhaupt nichts mit dem Urheberrecht zu tun, er ist Privatsache und erfordert keine Lizenz. Der Gesetzgeber fand aber dennoch eine Möglichkeit, den Wünschen der Musiklobbies genüge zu tun:

  1. Die private Kopie ist zwar nach wie vor erlaubt, nicht aber von "offensichtlich rechtswidrig hergestellten Vorlagen".
       
    Nun liegt auf der Hand, daß es nahezu unmöglich ist, eine Quelle im Internet auf Legalität zu überprüfen, und daß die Frage von "offensichtlicher" Rechtswidrigkeit reine Auslegungssache des jeweiligen Richters ist. Eben diese völlige Rechtsunsicherheit scheint beabsichtigt, da sie ein generelles Verunglimpfen der Tauschbörsen ermöglicht und den Anschein erweckt, diese wären grundsätzlich illegal!
       
  2. Darüber hinaus ist es jetzt verboten, den Kopierschutz von CDs zu umgehen, ja man macht sich sogar strafbar, wenn man eine entsprechende Software anbietet, verlinkt, oder auch nur darüber berichtet!
       
    Da in absehbarer Zeit alle CDs Kopierschutz haben werden, kommt das einer Abschaffung der Privatkopie gleich, was ein beispielloser Eingriff in die Privatsphäre des Bürgers ist und zwangsläufig zu einer Kriminalisierung von Millionen Surfern führen wird.

Fazit:
Da das Recht auf Privatkopie eigentlich unantastbar ist (sein sollte), erfand man eine Fülle von Klauseln und Manipulationen, die es untergraben, und damit letztlich eine beispiellose Rechtsunsicherheit schaffen. Diese Rechtsunsicherheit wiederum scheint die gewollte und gewünschte Basis für Drohungen, Fehlinformationen und willkürliche Abmahnungen durch die Musikindustrie zu sein.

 

Was ist mit den Argumenten der Musik-Industrie?

   
Die Musikindustrie behauptet immer wieder gerne, daß durch den Download von MP3s (Kazaa, eDonkey etc.) Millionenschäden entstehen würden!
    Es gibt inzwischen aber eine ganze Reihe von Marktuntersuchungen, die das als haltlose Behauptung entlarven. Im Gegenteil, die MP3s sind praktisch Gratiswerbung für die Musikindustrie, und viele Musiklabels sind sogar klammheimlich dazu übergangen, selber Titel bei Kazaa und Co einzuspeisen. Offiziell aber hält man an dieser alten Schimäre fest, war sie doch letztlich Grundlage, um dem Gesetzgeber einen Handlungsbedarf vorzutäuschen. Tatsächlich verhält es sich so:
  1. die Konjunktur ist allgemein rückläufig, darunter haben alle, nicht nur die Musikindustrie zu leiden. Manche Branche wäre froh, wenn sie trotzdem noch so florieren würde!
     
  2. die CD-Verkäufe sind längst wieder steigend, und selbst dort, wo sie tatsächlich leicht zurückgingen, standen dem extreme Umsatzsteigerunen bei den DVDs gegenüber!
     
  3. kein Mensch, der ein paar MP3s runterlädt, würde sich alternativ eine CD kaufen, wenn er nichts mehr zum downloaden fände! Aber umgekehrt wurde schon manch einer durch einen MP3-Titel veranlaßt, eine CD zu kaufen. Tatsächlich stellen gerade die Surfer und Tauschbörsennutzer die Hauptkäufergruppe für CDs dar, und MP3 sind eine ideale Gratiswerbung. Siehe dazu die folgenden wissenschaftlichen Markt-Studien: Harvard Business School und Zdnet.de.
Und sagen wir es doch mal ganz deutlich: Die CD-Preise der Musikindustrie sind maßlos überzogen! Welcher Schüler soll denn eine CD für über 15 Euro kaufen? Wucher rächt sich eben!
 
Statt kreative, neue Musiker zu fördern, setzte man ausschließlich auf risikolose amerikanische "Marketing"-Musik, und wundert sich jetzt, dass die Leute diesen Müll nicht mehr kaufen!
 
Und nicht zuletzt: Die Musikindustrie hat mit grenzenloser Arroganz und Ignoranz das Internet-Geschäft verschlafen. Jetzt reibt man sich aufeinmal die Augen, und versucht mit Gewalt und Gerichten zurückzuholen, was man an Intelligenz, Kreativität und Kundendienst hat missen lassen.
 
 
Was könnt Ihr tun?
 
 

Links / Artikel zum Thema:

  • Boykottaufruf durch den Chaos Computer Club
    [Zitat: ": "Soll jetzt die Bevölkerung kriminalisiert werden, weil der Markt es nicht schafft, das Angebot für die Nachfrage zu liefern? Gesetzliche Sicherheit gegen Marktversagen auf Kosten der Freiheit?"]
     
  • Neue amerikanische Studie belegt: Tauschbörsen haben keinen Einfluß auf CD-Verkäufe!
    [Zitat: ": "Das Herunterladen von Dateien aus Tauschbörsen hat keinerlei Auswirkung auf die Zahl von verkauften CDs."]
     
  • Initiative SAVEMUSIC.de: Verband zur Gründung und Förderung eines liberalen Musikmarktes für Deutschland!
    [Zitat: "Gerichtliche Klagen gegen die eigene Kundschaft (Tauschbörsen) sind letztlich nur die Spitze des Eisbergs einer verkrusteten Branche, die nicht nur musikalisch auf ganzer Linie versagt hat."]
     
  • Als offenbar erste politische Organisation haben die Jungen Grünen erkannt, daß Filesharing kein krimineller Akt, sondern ein wesentlicher Bestandteil unserer Wissens- und Informationskultur ist. Sie haben eine umfangreiche Info-Site zu den Themen Urheberrecht und Privatkopie eingerichtet: Copy4Freedom .
    [Zitat: ": "Privatkopien sind ein Gewinn für kulturelle Vielfalt ... und die freie kreative Entfaltung"]
     
  • Neues Urheberrecht für die Musikindustrie: Legamedia.net
    [Zitat: "Warum wird also auf Kosten der Konsumenten und der Kreativitätsförderung eine Industrie gefördert, die bereits überdurchschnittlich gewinnbringend ist?"]
     
  • Ein schöner Artikel zur Millionenschaden-Lüge der Musikindustrie bei ZDNet.
     
  • Was falsch ist am Kopierschutz: CT-Arikel
     
  • Entrechtung des Bürgers: Heise-Artikel
    [Zitat: "Man gewann auf der (Urheberrechts-) Konferenz den Eindruck, dass Industrievertreter wie auch Politiker bewusst Entrechtungen und Probleme durch exzessiven Gebrauch von möglichst sinnfreien Anglizismen in New-Economy-Pidgin verschleierten."]
     
  • Rettet die Privatkopie: Privatkopie.net
     
  • Rechtsgutachten zum Quasiverbot der Privatkopie: S-A-D.de/CopyIsRight
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