Verbraucherschutz-Kampagne gegen das neue Urheberrecht

Filesharing, P2P und MP3

Was genau ist Filesharing?
Gemeint sind Tauschbörsen (z. B. Kazaa, eDonkey) im Internet, die über sogenannte P2P-Netze (Peer to Peer) organisiert werden. Man bietet eigene Dateien an und kann die Dateien anderer Anbieter downloaden.

Und was ist überhaupt los?
Das Urheberrecht wurde verschärft, mit zum Teil fatalen Folgen für jeden Surfer und jeden Homepage-Besitzer. Und weitere Verschärfungen sind bereits angekündigt. Da am Recht auf Privatkopie eigentlich nicht zu rütteln ist, schuf man stattdessen mit verwirrenden Formulierungen eine beispiellose Rechtsunsicherheit, die zur Basis für gezielte Drohungen, Fehlinformationen und Abmahnungen werden wird.

Was ist jetzt eigentlich mit Kazaa und MP3?
Siehe unseren Artikel zum MP3-Download

Hat die Musikindustrie tatsächlich Millionenschäden?
Das ist schlicht und einfach eine haltlose Behauptung, ausgestreut mit dem Ziel, die Politik und die öffentliche Meinung zu manipulieren ... weiter =>

Siehe auch unsere News.

Rechtlicher und geschichtlicher Hintergrund!
Grundsätzlich hat jeder das Recht dazu, seinen Besitz nach Lust und Laune mit anderen zu teilen und zu tauschen. Das eigentliche Problem entsteht durch die Kopie bzw. Vervielfältigung, denn da kommt das Urheberrecht zum Tragen.

 
Wenn ich z. B. für meine Freunde ein Micky Maus Bild abpause, fotokopiere, scanne, was auch immer, so ist das eigentlich kein Problem. Bislang war es auch kein Problem, eine CD mit seinen Lieblingssongs zu brennen. Urheberrechtlich ist das zwar Grauzone, war aber durch den Gesetzgeber als Privatbereich ausdrücklich geschützt.
    Als die Leute aber anfingen, dieses Prinzip aufs Internet zu übertragen, war ein Interessenkonflikt mit den Urheberrechts-Inhabern vorprogrammiert, denn statt einiger Freunde können jetzt Tausende diese Dateien finden und downloaden:
 
Das quasi Gewohnheitrecht, sowie das Recht auf die private Kopie, standen also den Geschäftsinteressen der Musik-Konzerne entgegen. Normaler Weise hätte es in dieser Situation zu einem Interessenausgleich kommen müssen, zumal nicht nur die Freiheit der Bürger, sondern generell die Vielfalt und Kreativität unserer Informations-Kultur gefährdet wird. Die Rechte der Bürger, die speziellen Eigenheiten des Internets, und die kommerziellen Interessen der Musikindustrie hätten in einem Kompromiss zusammenfinden müssen, welcher auch gut möglich gewesen wäre, da - wie wissenschaftliche Studien beweisen - tatsächliche Schäden durch's Filesharing gar nicht nachzuweisen sind.
 
Genau diesen Interessenausgleich gab es aber nicht, sondern es wurden einseitige, auf die speziellen Wünsche und Interessen der Musikindustrie maßgeschneiderte Gesetze geschaffen! Unter Vorspiegelung eines sachlich falschen Handlungsbedarfs!
 
Auf Kosten der freien Bürger/Surfer. Auf Kosten des freien Internets.
 
Normale Bürger und Webmaster wurden kurzerhand kriminalisiert, die Zukunft des freien Internets generell in Frage gestellt.
 
Und warum gab es keinen Aufschrei der Entrüstung in der Bevölkerung? Ganz einfach, die gezielte Fehlinformation der Musikindustrie, gepaart mit der bewußt geschaffenen Rechtsunsicherheit mußte die Leute zutiefst verunsichern. Bin ich jetzt "kriminell"? Haben die tatsächlich so ungeheure Schäden? Haben die Interessen von Konzernen nicht ohnehin immer Vorrang vor den Interessen der Bürger?
 
 
Was könnt Ihr tun?
 
 

Links / Artikel zum Thema:

  • Initiative für die Legalisierung von Filesharing und Privatkopie: Fairsharing.de.
     
  • Eine Analyse der Zukunft des Internet, mit der pessimistischen Aussicht, dass verschlüsselte Netzwerke aus P2P-Systemen (Tauschbörsen) vermutlich der einzige freie, nicht kommerzialisierte Bereich des Internets bleiben werden: FSub - Freies Internet.
     
  • Hintergrundbericht in der TAZ: TAZ-Artikel.
     
  • Als offenbar erste politische Organisation haben die Jungen Grünen erkannt, daß Filesharing kein krimineller Akt, sondern ein wesentlicher Bestandteil unserer Wissens- und Informationskultur ist. Sie haben eine umfangreiche Info-Site zu den Themen Urheberrecht und Privatkopie eingerichtet: Copy4Freedom .
    [Zitat: ": "Privatkopien sind ein Gewinn für kulturelle Vielfalt ... und die freie kreative Entfaltung"]
     
  • Verschiedene P2P-Projekte (Gnutella etc.): Infoanarchy.org, Freenetprojekt, Slashdot.
     
  • Zum neuen Urheberrecht: Heise-Artikel
    [Zitat: "Man gewann auf der (Urheberrechts-) Konferenz den Eindruck, dass Industrievertreter wie auch Politiker bewusst Entrechtungen und Probleme durch exzessiven Gebrauch von möglichst sinnfreien Anglizismen in New-Economy-Pidgin verschleierten."]
 
 
 
 
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