Offener Brief ans Justizministerium

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Bundesministerium der Justiz
Mohrenstraße 37
 
10117 - Berlin
 
 
 
 
 
 
 
 
Massenabmahnungen im Internet, gewinnorientierte Abzocke
 
 
 
 
Sehr geehrte Frau Ministerin Leutheusser-Schnarrenberger,
sehr geehrte Damen und Herren,

seit einiger Zeit häufen sich die Indizien, dass die zum Ausspionieren von Tauschbörsennutzern verwendete Software fehlerhaft arbeitet und immer wieder völlig Unschuldige mit horrenden Schadenersatzforderungen konfrontiert werden.

Dieses Problem ist auch dem Justizministerium bekannt, alleine, man hält es offenbar nicht für notwendig, sich schützend vor seine abgezockten Bürger zu stellen. Ich fordere Sie auf, endlich tätig zu werden.

Generell muss der absurden Abzocke deutscher Bürger durch Massenabmahnungen ein Riegel vorgeschoben werden. Angesichts der bloßen Behauptung der Kontentindustrie, es gäbe Millionenverluste (eine Behauptung, die Jahr für Jahr durch seriöse, unabhängige Studien widerlegt wird), kann eine solche primär gewinnorientierte Abstrafung ganz normaler Bürger nicht länger geduldet werden. Spätestens wenn persönliche Daten ungeprüft herausgegeben werden und Unschuldige zum Opfer einer unaufhaltbaren Abzockmaschinerie werden, ist diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten.

Die Quellen, Gutachten und Studien sind Ihnen sicherlich bekannt, deshalb verweise ich hier nur auf einen aktuellen Beitrag mit umfangreicher Linksammlung:
http://www.rettet-das-internet.de/unberechtigte-abmahnungen.htm

Über den ungeheuerlichen Umfang des Abmahnmissbrauchs wird man Ihnen gerne bei www.rettet-das-internet.de sowie unzähligen anderen Initiativen, die diesen Wahnsinn bekämpfen, Auskunft erteilen.

Mit freundlichem Gruß,
 
das Team von Rettet-das-Internet.de
 
 
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