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[ Rettet das Internet |
Gast-Beiträge ]
Bernd "Bejot" Jacobs (Autor, Verleger und Webmaster von www.bj-verlag.com)
Wenn ich als Autor und Kleinstverleger im Internet zitiert werde,
bin ich nicht unglücklich darüber, ich rufe nicht gleich nach dem Kadi.
Im Gegenteil! Die Zitierung wäre kostenlose und billige Werbung für mich.
Nicht unangemessen wäre es dabei, die Quelle zu nennen.
Eine völlig andere Sachlage ergäbe sich allerdings, wenn jemand versuchte,
unter einer geschützten Marke von mir Geschäfte zu machen, ja,
mir diese Marke zu entreißen! Dann würde ich mich natürlich wehren.
Aber was das Urheberrecht anbetrifft würde es mich sogar freuen,
wenn meine Gedanken verbreitet werden.
Werden meine Ausführungen kritisiert, gibt es, wenn erforderlich, eine Gegenkritik;
oder auch nicht. Werde ich wegen des Inhalts dieser Ausführungen angegriffen,
bolze ich zurück. Im Großen und Ganzen wird im Internet eine
natürliche Regulierung stattfinden, denn manche Elaborate sind so grottenschlecht,
dass an dem Verstand der Leute gezweifelt werden kann.
Und nicht zuletzt der Zwang zur Exhibition bis in die letzten Seelenfilamente.
Ich kann nicht verstehen, warum die Großen der Branche
mit Hilfe des Abmahnunwesens versuchen, ihre Veröffentlichungen zu unterdrücken.
Denn die Zitierung der - zwar zu schützenden Autoren -
bringt m.E. den Gewinn des Bekannt - und Aufmerksamwerdens auf mehr.
Und in dem Mehr liegt halt der Gewinn, auch in kapitalistischem Sinne.
Da aber die Abmahner (gr. mania, Manie, Maniak!)
nicht nur hehre Rechtspflegeziele im Auge haben,
soll ihnen hiermit ein viel lukrativeres Feld zur Betätigung gewiesen werden.
Anstelle des Urheber-und Markenschutzrechts sollten sie sich auf Spammer konzentrieren.
Spammen ist - wie ich mich erinnere - verboten.
Trotzdem umrunden mehrere Millionen Spams täglich den Erdball.
Mir komme niemand, man könne einen Spammer nicht identifizieren!
Der Spammer hinterlässt beim Provider genau so eine elektronische Spur wie wir,
wenn wir im Internet surfen.
Doch hierbei zeigt sich wieder wahrscheinlich eine unheilige Allianz
(oh, Pardon! Markenschutz??!) zwischen Providern und Juristen.
Was soll es zum Beispiel bedeuten, wenn ich am Tage so locker 10-15 Spams bekomme,
der Provider diese aber bereits vorab (in rot) als Spams gekennzeichnet hat,
und diese mir trotzdem in meinen Briefkasten knallt?
Irgend jemand scheint also an der Weiterleitung von eindeutig verbotener Werbung
zu profitieren.
Wahrlich: Ein weites Feld für Abmahn-Maniaks . . .
Bernd "Bejot" Jacobs
www.bj-verlag.com
Der komplette Artikel "Die Genesis des Digi-Universums" ist auf
neolitausdemneanderthal.log.ag/2006_10_2006_10_1_weblog.html
zu finden.
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